Objekte der Begierde

Sänger und Mikrofon teilen nicht nur die Bühne, sondern im Idealfall auch den Charakter. Diese intime Verbindung will gut überlegt sein, denn nichts prägt das Klangerlebnis stärker.

Wenn der Postmann zweimal klingelt: Im Frühling 2026 schickte uns Shure Europe zwei dynamische Gesangsmikrofone der Nexadyne-8-Serie zum ausgiebigen Testen. Gesagt, getan, oder besser: gesungen. Die zwei edlen Verpackungen waren rasch geöffnet und die Mikros per XLR an unser Behringer Flow 8 gestöpselt.

Getestet haben wir sie sowohl mit der Bose S1 Pro+ als auch mit dem Ortega Cone, im direkten Vergleich mit unseren beiden Shure Beta 58A. Die Neuen machten dabei eine ausgezeichnete Figur. Die Verarbeitung ist, wie man es von Shure kennt, auf höchstem Niveau. Es gibt keine Griffgeräusche, keine Störungen und keine Wackelkontakte, selbst wenn man kräftig am Kabel zieht. Auch in anspruchsvollen Situationen erweisen sich die Mikros als äußerst rückkopplungsfest. Mikrofonkorb und schwarzes Finish wirken wertig und modern.

Der Klang ist natürlich und über Höhen, Mitten und Tiefen hinweg ausgewogen. Sowohl das 8/C mit Nierencharakteristik als auch das 8/S mit Superniere betonen in der Grundeinstellung die stimmlichen Höhen stärker und sind etwas weniger basslastig als unsere Beta 58A. Unsere Stimmen klingen klar und präsent und bekommen einen gezielten Schub in den oberen Mitten und Höhen, mit enormer Detailtreue. Alles wirkt luftiger und feiner aufgelöst. Untenrum ist der Klang aufgeräumter und schlanker als beim Beta 58A. Diese Klarheit kann der Stimme allerdings auch etwas von ihrer natürlichen Wärme und Fülle nehmen.

Eine Woche lang sangen wir jeden Galvin & Hölzl Song zweistimmig durch die neuen Mikros. Danach waren wir etwas heiser, aber begeistert, und um eine Erkenntnis reicher: Zum Beta 58A gibt es eine ernstzunehmende Alternative. Bei künftigen Investitionen wird uns die Entscheidung damit deutlich schwerer fallen.

Vielen lieben Dank an Chri und das gesamte Team von Shure Europe.

Das Nexadyne 8 ist ein dynamisches Gesangsmikrofon, das auf der patentierten Dual-Engine-Wandlertechnologie von Shure basiert. Es liefert ein besonders ausgewogenes Signal voller Detailtreue, Wärme und Präsenz, das sich im kleinen Club ebenso durchsetzt wie auf der großen Festivalbühne.

Die Entstehung unseres Tonstudios

Es war einmal ein dunkler, kalter Kellerraum, in dem ab und zu Musik gespielt wurde. Dann packte uns zu Weihnachten ein Hyperfokus, der alles verändern sollte.

Statt Keksen und Kerzenschein gab es Farbrollen und Kabeltrommeln. Der Raum wurde mit zusätzlichen LED-Leuchten ausgestattet, deren Farbtemperatur individuell eingestellt werden kann. Sie sind so positioniert, dass Elke und Alex bei Foto- und Videoaufnahmen optimal ausgeleuchtet werden. Sämtliche Wände erhielten einen anthrazitfarbenen Anstrich, der dem Tonstudio eine bewusst zurückhaltende und zugleich moderne Atmosphäre verleiht. Die neu aufgebauten Regale für Kabel und Equipment schaffen mehr Ordnung und bieten zugleich den notwendigen Stauraum.

Zur Verbesserung der Raumakustik wurden die Ecken hinter der Bühne abgerundet, verblendet und lackiert. Die speziell auf unsere Anforderungen abgestimmten Akustikschaumstoffe wurden präzise zugeschnitten und an den zuvor berechneten Positionen angebracht. So konnte der Nachhall gezielt reduziert und eine, für Aufnahmen ausgewogene Akustik geschaffen werden. Speziell auf den hohen Energiebedarf von Bassverstärkern abgestimmte Steckdosenleisten sorgen für ausreichend Anschlussmöglichkeiten und zusätzliche Sicherheit. Sie schützen vor Blitzschlag sowie vor Über- und Unterspannung und verfügen zudem über einen integrierten Brandschutz.

Möglich wurde all das, weil sich zwei Talente ideal ergänzten: Alex übernahm die akribische Planung, Elke brachte ihr handfestes Know-how aus dem Hausbau ein. Tagelang wurde gebohrt, zugeschnitten und geklebt. Es waren lange und schweißtreibende Stunden, aber zugleich eine Zeit produktiver Zweisamkeit. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass wir nicht nur musikalisch perfekt harmonieren. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir jeden Handgriff selbst erledigt haben. Pünktlich zum Jahreswechsel war das Tonstudio fertig, und wir konnten es mit neuen Galvin & Hölzl Songs ausgiebig einweihen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und vor allem hören.

Ganz allein waren wir trotzdem nicht. Ohne die Unterstützung von Schaumstoff Müller, Hercules Stands, MOTU Audio, Klemm Music und Guild Guitars hätten wir das Projekt „Tonstudio“ nie so professionell vollenden können. Vielen, vielen Dank für die Hilfe!